Julius Mändle (1899-1968) – Von Dachau nach São Paulo

Dipl. Psych. Ilia Borovikov
 Dr. Karola Fings
 

Recherche zu Julius Mändle, einem bislang unbekannten frühen Psychoanalytiker in Köln, der als Jude im Nationalsozialismus verfolgt wurde und mit seiner Familie nach Brasilien emigrierte.

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Zur Biographie eines im Nationalsozialismus verfolgten jüdischen Psychoanalytikers

Am 6. Mai 1938 erschien im Jüdischen Gemeindeblatt für Rheinland und Westfalen eine zweispaltige Anzeige: „Zurück. Psychoanalytiker Maendle (Nervöse Störungen)“. Sie rückt einen Psychoanalytiker ins Blickfeld, über dessen Wirken und Lebensweg in der Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland nichts bekannt ist [1]. Vermutlich gehörte Julius Mändle zur Gruppe der – damals nicht ungewöhnlich – „selbst ernannten“ Psychoanalytiker [2].

Der erste Hinweis auf diesen in Köln tätigen Psychoanalytiker ergab sich im Zusammenhang mit einer Verlegung von Stolpersteinen. Jene zehn mal zehn Zentimeter großen, in Messing gearbeitete Gedenksteine verlegt der Künstler Gunter Demnig zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus seit 1992 europaweit vor deren letzter Wohn- oder Wirkungsstätte [3]. Die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. hatte die Patenschaft für einen Stolperstein zur Erinnerung an den ins Exil vertriebenen Hans Erich Haas (1896-1990) übernommen. Haas gilt mit seiner 1927 eröffneten psychotherapeutischen Praxis als der erste Psychoanalytiker in Köln [4].

Die Rückbesinnung auf die Frühgeschichte der Kölner Psychoanalyse führte auf die Spur von Julius Mändle. Nur wenige Häuser vom Institutssitz in der Riehler Straße 23 entfernt hatte Hans Erich Haas in der Riehler Straße 13 von 1927 bis 1929 seine Praxis. In der Anzeige von Julius Mändle ist als Adresse angegeben: Riehler Straße 21. Die Nähe zum Domizil der Arbeitsgemeinschaft wie auch der Befund, dass es sich augenscheinlich um eine durch nationalsozialistische Verfolgung verschüttete Biographie handelt, waren Anlass, erste Informationen über Julius Mändle zusammenzutragen. Dieser Beitrag kann seine Biographie nicht vollständig rekonstruieren, fasst aber die Ergebnisse aus ersten Recherchen in Archiven und Publikationen zusammen, um weitere Forschungen anzuregen.

Julius Mändle wurde am 7. August 1899 in Kriegshaber (seit 1916 Stadtteil von Augsburg) geboren [5]. Sein Vater David Mändle war Kaufmann und stammte aus einer dort alteingesessenen Familie. Die Mändles hatten zu den Juden gehört, die sich nach der im 15. Jahrhundert erfolgten Vertreibung aller Juden aus Augsburg in der nahe gelegenen Gemeinde Kriegshaber angesiedelt hatten und zu privilegierten Händlern aufgestiegen waren. So dominierte die weit verzweigte Familie Mändle im 17. und 18. Jahrhundert den Pferdehandel und war gesellschaftlich hoch angesehen [6]. Bei einer Kaiserkrönung in Frankfurt am Main soll die Unternehmung Abraham und Josef Mändle aus München und Kriegshaber den Fuhrpark mit Reiterei und Ausstattung gestellt haben [7].

Julius Mändle stammte offensichtlich aus einem selbstbewussten deutsch-jüdischen Milieu. Dies mag erklären, warum er zumindest zeitweise dem „Verband nationaldeutscher Juden“ nahestand. Am 2. Juni 1917 war Julius Mändle als Soldat zur Reichswehr eingezogen worden. Am 15. Juli 1919 meldete er sich wieder bei seinen Eltern „von Reichswehr, Batterie Rosenbusch“ kommend zurück. Bei der „Batterie Rosenbusch“ handelte es sich um mehrere nach dem späteren Bankier Paul Rosenbusch benannte, freikorpsartige Einheiten. Sie sollten zu konterrevolutionären Operationen in München gegen die Räterepublik eingesetzt werden, agierten dann aber bis zu ihrer Auflösung im Juli 1919 in Augsburg [8].
 
Universitäre Ausbildung
Ende 1919 ging Julius Mändle bis zum Sommersemester 1921 zum Studium nach München [9]. An der Ludwig-Maximilians-Universität München war er im Wintersemester 1919/20 sowie in den Sommersemestern 1920, 1921 und 1925 als Student der Medizin eingeschrieben. Die Wintersemester 1920/21 und 1921/22 studierte er an der Universität Erlangen, hatte dort unter anderem Präparierübungen, Physiologie und Anatomie. Im Sommer 1922 erfolgte der Wechsel an die Universität Würzburg, wo er Physiologie, Mikroskopie und Biologie belegte. Am 25. August 1922 starb sein Vater David Mändle. Seitdem führte seine Mutter Fanny Mändle, geborene Marx (geboren am 4. Juli 1874 in Züntersbach, Hessen-Nassau), zusammen mit ihrem Bruder Salomon Marx das Möbelgeschäft der Familie weiter. Zum Wintersemester 1924 wechselte Julius Mändle nach Freiburg. Im Universitätsarchiv Freiburg sind für 1925 und 1929 seine „Studien- und Sittenzeugnisse“ der Medizinischen Fakultät überliefert. Wie lange er dort studierte, ist unbekannt. In Berlin, wo er dann etliche Monate war, scheint er nicht studiert zu haben. In Augsburg hielt er sich zum Jahreswechsel 1928/29 auf, meldete sich dort schließlich im Januar 1929 nach Köln ab. Im Sommersemester 1929 schrieb sich Mändle mit bis dahin zwölf absolvierten Studiensemestern an der Universität Köln in den Fächern Medizin und Philosophie ein. Jedoch scheint er sein Studium dort nicht vorangetrieben zu haben. Im Mai 1930 wurde er aus dem Verzeichnis gelöscht. Auf seiner Anmeldekarte ist ein Abgangszeugnis für den 16. Dezember 1938 vermerkt.

München, Erlangen, Würzburg, Freiburg und Köln waren also die Universitäten, an denen Julius Mändle von 1919 bis 1929 seine akademische Ausbildung absolvierte. 

Am 27. Januar 1929 heiratete Julius Mändle Ida Luchs (geboren am 7. Mai 1901) in seiner Heimatstadt Augsburg. Auf seinem Meldebogen ist als Beruf „Assistenzarzt“ angegeben und dem Nachnamen wurde ein „Dr.“ vorangestellt. An welcher Universität und worüber er promoviert hat, konnte nicht geklärt werden.
 
Niederlassung und Verfolgung in Köln
Unmittelbar nach der Hochzeit zog das Ehepaar nach Köln. Der erste Wohnsitz in der Domstadt war die Werderstraße 23 [10]. Das Kölner Adressbuch gibt Auskunft darüber, dass Julius Mändle sich als Psychoanalytiker verstand: 1930 ist er als Dr. Julius Mändle mit dem Beruf „Schriftsteller“ eingetragen, 1931 bis 1935  als „Psychoanalytiker“. Ab 1936 war er in der Riehler Straße 21 ebenfalls mit dieser Berufsbezeichnung eingetragen. Die Adressbücher legen außerdem nahe, dass sich Julius Mändle und Hans Erich Haas gekannt haben müssten: [11]. 1936 zog der zuvor am Hohenzollernring und dann an der Bismarckstraße praktizierende Haas in die Werderstraße 23. Von dort emigrierte Haas noch im Dezember mit seiner Ehefrau Lisbeth Haas, geborene Schult, nach Großbritannien.

Ob auch Julius Mändle zu dieser Zeit eine Emigration aus dem Deutschen Reich mit seiner Frau und der inzwischen geborenen Tochter Ruth (geboren am 4. Juli 1931 in Köln) vorbereitete, ist nicht bekannt. Ungeklärt bleibt auch, von wo er sich in Köln – mit seiner eingangs zitierten Zeitungsannonce – im Mai 1938 zurückmeldete. Gesichert ist, dass die Familie unter der Verfolgung im Nationalsozialismus zu leiden hatte und immer mehr in die Enge getrieben wurde. Die Vernichtung der beruflichen Existenz, die Julius Mändle erleben musste, spiegelt sich in den Adressbüchern wider: 1937 ist er ohne Doktortitel aufgeführt und 1939 heißt es schlicht: „Mändle, J., Heilkund.“

Im Zuge des Novemberpogroms 1938 wurde Julius Mändle in das Konzentrationslager Dachau verschleppt [12] .Am 17. Dezember 1938 erfolgte seine Entlassung. Eine Entlassung der jüdischen Verhafteten erfolgte zu dieser Zeit in der Regel nur dann, wenn sie eine Bescheinigung über eine bevorstehende Auswanderung vorlegen konnten.

Tatsächlich gelang Julius Mändle 1940 mit Frau und Tochter die Emigration nach Brasilien. Die Erlaubnis zur Einreise hatte das brasilianische Konsulat in Köln am 29. Februar 1940 ausgestellt [13]. Nach Angaben der in Brasilien lebenden Enkelin von Julius Mändle verließ die Familie im August 1940 Deutschland, nachdem ein erster Ausreiseversuch über Italien gescheitert war. In einer äußerst mühsamen Reise über die Sowjetunion, Korea und Japan erreichte sie schließlich am 15. Januar 1941 den Hafen von Santos [14].
 
Raub der psychoanalytischen Fachbibliothek
Zuvor waren die Mändles im Deutschen Reich vollständig ausgeplündert worden. In Köln konnte Julius Mändle nur einen Teil seiner rund 4.900 Bände umfassenden Bibliothek verkaufen. Seine Fachbibliothek wurde von der Kölner Staatspolizei beschlagnahmt [15]. Auch das Umzugsgut, das über Hamburg verschifft werden sollte, wurde im Hamburger Hafen von der Gestapo beschlagnahmt. Zudem hatte Mändle nach dem Pogrom eine „Judenvermögensabgabe“ und eine „Reichsfluchtsteuer“ zu zahlen.

Interessanterweise geben die Titel der von der Kölner Gestapo beschlagnahmten Fachbibliothek Mändles weitaus mehr Auskunft über seine berufliche Orientierung als die bisherigen Befunde aus den Universitätsarchiven. Am 27. April 1961 vertrat Julius Mändle in einer öffentlichen Sitzung der Wiedergutmachungskammer in Köln seine Interessen und sagte unter anderem Folgendes aus: 

Anlässlich der Ereignisse im November 1938 wurde ich, wie auch viele andere Juden, nach Dachau gebracht. Nach meiner Entlassung bereitete ich meine Auswanderung vor. Ich wohnte damals noch in Köln, Riehler Str. 21. Da ich nicht sämtliche Bücher, die in meinem Besitz waren, mit ins Ausland nehmen konnte, habe ich aufgrund einer Zeitungsanzeige meine 1.000 Bücher, bei denen es sich nicht um Fachliteratur handelte, veräußert. Durch die Denunziation eines Buchhändlers, der meine Preise nicht annehmen wollte, wurde die Gestapo auf meine Fachbücherei aufmerksam gemacht. Die Gestapo erschien und nahm 708 Bücher mit. (...) Die genauen Angaben sind deswegen möglich gewesen, weil ich über meinen gesamten Buchbestand ein genaues Verzeichnis geführt habe[16]

Diese 708 Titel umfassende Liste der Fachliteratur Mändles ist in einer „Restitutionsakte“ überliefert - auf dünnem Durchschlagpapier getippt und in Teilen schlecht lesbar bis unleserlich [17]. Sie enthält eine Fülle der deutschsprachigen Titel zur Psychoanalyse, die in Fachkreisen in den 1920er und beginnenden 1930er Jahren gelesen und rezipiert wurden. Jede psychoanalytische Einrichtung würde einen großen Schatz hüten, wenn sie heute über einen derartigen Bestand an Erstausgaben verfügen könnte. In der Liste finden sich 24 Titel von Sigmund Freud, die bis 1933 bei Kiepenheuer, Deuticke und im I.P.V. Verlag erschienen sind. Außerdem begegnet man den Arbeiten von Karl Abraham, Franz Alexander, Helene Deutsch, Siegfried Bernfeld, Paul Federn, Otto Fenichel, Sándor Ferenczi, Anna Freud, Erich Fromm, Imre Hermann, Ernest Jones, Melanie Klein, Oskar Pfister, Otto Rank, Wilhelm Reich, Theodor Reik, Georg Groddeck, Wilhelm Stekel, Alfred Adler, Lou Andreas-Salomé. Eine solche Sammlung verweist auf eine professionelle Beschäftigung mit Psychoanalyse, die eindeutig über das Niveau eines interessierten Laien hinausgeht, und lässt profunde Fachkenntnisse vermuten.

Was mit den Büchern nach der Beschlagnahme geschehen ist, ist unbekannt. Möglicherweise wurden sie vernichtet. Aufgrund des Wertes dieser Bibliothek ist es ebenso denkbar, dass die Bände an Interessierte veräußert wurden und sich möglicherweise noch heute in einer Bibliothek oder in privatem Besitz befinden.
 
Emigration nach Rio
Nach der Ankunft in Brasilien lebte Familie Mändle einige Monate in São Paulo und anschließend in Porto Alegre, wo Julius Mändle intensiv Portugiesisch lernte [18]. 1944 kehrte die Familie nach São Paulo zurück. Mändle arbeitete wieder als Psychoanalytiker und Ida Mändle als Gouvernante bei einer bekannten brasilianischen Familie. In seiner neuen Heimatstadt wirkte seit 1937 als erste Lehranalytikerin in Brasilien Adelheid Koch, die wie die Mändles vor dem NS-Regime aus Deutschland geflohen war [19]. Inwiefern Julius Mändle mit der 1951 anerkannten Brasilianischen Psychoanalytischen Gesellschaft von São Paulo beruflich verbunden war, ist unbekannt. Gesichert ist, dass er nie Mitglied der Gesellschaft war [20].

Nachgewiesen ist eine rege journalistische Tätigkeit. So publizierte er als Júlio Maendle augenscheinlich häufig in einem medizinischen Feuilleton der Tageszeitung „Diario de São Paulo“ [21]. In der „Folha Socialista“ schrieb er regelmäßig – zumindest im Jahr 1950 – eine Kolumne über „Crianças“ (Kinder)[22] Zudem veröffentlichte er in der in São Paulo erscheinenden Zeitschrift „Investigações“ auch Fachbeiträge [23]. Auf diese Weise erlangte Julius Mändle in seinem Zufluchtsland schon nach wenigen Jahren eine gewisse Bekanntheit. Dem „namhafte(n) Psychoanalytiker Dr. Julius Mändle“ gratulierten die „Deutschen Nachrichten“ zum 50. Geburtstag mit folgenden Worten: 

Seine Veröffentlichungen über Fragen der Psychoanalyse in hiesigen Blättern und Zeitschriften haben ihn in Fachkreisen schnell bekannt gemacht und stellen ihn mit in die vorderste Reihe der Vorkämpfer für eine Wissenschaft, deren praktische Ergebnisse dem Menschen in seelischen Nöten zu Hilfe kommen und Segen bringen. [24]

Bis zu seinem Tod am 22. März 1968 war Julius Mändle in Brasilien als Psychoanalytiker tätig. Die beruflichen wie auch privaten Verbindungen nach Deutschland waren aufgrund der NS-Verfolgung augenscheinlich gekappt. Seine Mutter Fanny Mändle war zusammen mit ihrem Bruder am 5. August 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, von dort in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt und am 18. Mai 1944 ermordet worden. Sein im Jahr 1900 geborener Bruder Siegfried Mändle hatte ebenfalls aus Deutschland fliehen müssen und war in die USA emigriert. Mindestens einmal hielt sich Julius Mändle nach 1945 in Deutschland auf – und zwar 1961, um seine Entschädigungsansprüche durchzusetzen.

Eine gewisse Verbundenheit mit Köln scheint immer wieder in den Veröffentlichungen in Brasilien auf, etwa wenn Mändle als „professor da Universidade de Colônia“ oder, wie in einem Artikel einer in Rio de Janeiro im Dezember 1948 erschienenen Zeitung, als ehemaliger Direktor des „Instituto Psicoterapêutico de Colônia“ bezeichnet wird [25].

Die Biographie von Julius Mändle zeigt einmal mehr, wie groß der Verlust auch für die Psychoanalyse in Deutschland durch die nationalsozialistische Verfolgung und die Vertreibung jüdischer Analytiker und Analytikerinnen gewesen ist. Umso mehr ist es zu begrüßen, dass die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. die Verlegung von Stolpersteinen für Julius, Ida und Ruth Mändle initiiert hat. Sie wurden am 4. Oktober 2016 vor dem Haus Riehler Straße 21 verlegt [26].
 
[1] Bei dem Beitrag handelt es sich um die leicht gekürzte Fassung einer „Miszelle“, erstmals erschienen unter dem Titel „Zurück. Psychoanalytiker Maendle (Nervöse Störungen)“ in Luzifer-Amor. Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 32 (2019), Heft 63, S. 168-175. Dort auch ausführliche Quellenangaben.
[2] Ulrich Schultz-Venrath (26.09.2016 an den Verf.), Ludger M. Hermanns (26.10.2016 an Ulrich Schultz-Venrath). Beiden sowie Hans Füchtner sei für ihre Hinweise gedankt.
[4] Schultz-Venrath, U. (2007).
[5] Personalien und Wohnadressen der Familie nach Stadtarchiv Augsburg, Bestand Standesamt Kriegshaber, A 66/1899 sowie https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de924026http://www.vvn-augsburg.de, Trauungsanzeige in der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung Nr. 4 vom 15.02.1929, https://www.geni.com/people/Siegfried-Mandle/6000000036870187765.
[8] Hambrock (2003, S. 387).
[9] Die akademische Laufbahn wurde anhand von Quellen aus den Archiven der genannten Universitäten recherchiert.
[10] Vgl. Universitätsarchiv der Universität zu Köln, Zug. 600/49, Anmeldekarte von Julius Mändle, 09.05.1929; Greven’s Adressbuch von Köln, Jahrgänge 1930-1939.
[11] In dem Nachlass von Hans Erich Haas (Bundesarchiv Koblenz, B 339) gibt es keinen Hinweis darauf. Auch die Tochter von Haas, Dorothy Williams, erinnert sich nicht daran, dass ihr Vater jemals den Namen Mändle erwähnt hätte.
[12] Auskunft der KZ-Gedenkstätte Dachau an die Verf., 23.10.2013.
[14] Hans Füchtner (26.10.2016 an Ludger M. Hermanns).
[15] Hier und im Folgenden nach Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen, Akten der Oberfinanzdirektion Köln, Nr. 8862, 10209, 14948.
[16] Ebd., Aussage von Julius Mändle vom 27.04.1961.
[17] Zu danken ist Annika Mühling, Bibliothekarin im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, für ihre Unterstützung der Recherchen.
[18] Hans Füchtner (26.10.2016 an Ludger M. Hermanns).
[19] Füchtner (2008), sowie Ders. (2003).
[20] Hans Füchtner (17.12.2018 an die Verf.).
[21] Paulo Simões de Almeida Pina, Goethe-Institut São Paulo (25.09.2018 an Annika Mühling). 
[23] Maendle (1949a und 1949b).
[24] Deutsche Nachrichten, São Paulo, 06.08.1949.
[26] https://psychoanalyse.koeln/stolpersteine-psychoanalytiker-hans-erich-haas-julius-maendle/.
 
Literatur
Füchtner, H. (2008). Adelheid Lucy Koch, geb. Schwalbe (1896-1980). Lebensabriss und Emigrationsgeschichte, Luzifer-Amor, 21 (42) 79-87. 
Füchtner, Hans (2003): A Psicanálise organizada e o Estado no Brasil, in: Trieb, Bd. II, Nr. 2 (auf Deutsch erschienen als „Organisierte Psychoanalyse und Staat in Brasilien“, in: http://www.psychanalyse.lu/articles/FuechtnerPsychoanalyseStaat.htm).
Hambrock, M. (2003). Die Etablierung der Außenseiter. Der Verband nationaldeutscher Juden 1921-1935. Köln/Wien/Weimar: Böhlau.
Maendle, J. (1949a). Psicanálise e criminologia. Investigações 1, Nr. 8, 33-43.
Maendle, J. (1949b). Sôbre o julgamento do suicídio. Investigações 1, No. 12, 111-126.
Schultz-Venrath, U. (2007). Zur (vergessenen) Frühgeschichte der Kölner Psychoanalyse: Das Emigrationsschicksal von Hans Erich Haas (1896-1990). Luzifer Amor, 20 (39) 53-71.
Shenef, Y. (2016). Zur Familiengeschichte jüdischer Viehbauern und Metzger. In Groll, Thomas et al. (publisher): Kriegshaber in Bildern – Am Straßenrand der Weltgeschichte. Augsburg: Wißner, S. 63-65.
Zorn, W. (1961). Handels- und Industriegeschichte Bayerisch-Schwabens 1648-1870. Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte des schwäbischen Unternehmertuns. Augsburg: Verlag der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft.
 

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